Mizen Head, County Cork
Mizen Head, County Cork

County Cork

12.09.2018 – ein Blogbeitrag von Heinz Angehrn

Auf der Ferry ging es über den mouth of Shannon, eine durch den Fluss geschaffene gewaltige Meereseinbuchtung (mit dem alten Interkontinental-Flughafen Shannon mittendrin) durch die counties Limerick und Kerry in den vom milden Golfstrom verwöhnten Südwesten des Landes. Das county Cork gehört ist das flächenmässig grösste des Landes und geht von der an der Südküste gelegenen gleichnamigen Hauptstadt westwärts weit ins Meer hinaus. Kerry mit seinen Attraktionen (dem ring of Kerry, einer Küstenstrasse rings um die Halbinsel, in der sich in der Saison Vans und Coaches auf den Füssen stehen, sowie Killarney, das St.Moritz Irlands, wo die Schönen und Reichen Silvester feiern) liessen wir schnöde liegen (nicht verschwiegen sei, dass wir damit auch Ballybunion und seinem Old Course auswichen).

Und dann landeten wir, wo ich auch schon drei Ferienwochen verbracht habe: im Steinhäuschen Ty Mair der Familie Lieb, in unmittelbarer Nähe der Kleinstadt Skibeereen (mit ihrem unnachahmlichen tricky Golfplatz auf beiden Seiten der Hauptrasse) und des Hafenortes Baltimore, von dem mit der Ferry nach Clear Island am Ende der Welt  hinausgefahren werden kann (etwas Seekrankheit bereits inbegriffen) und wo der «teardrop of Ireland», der äusserste, erste und letzte Leuchtturm (Fastnet Rock), den die Hunger-Auswanderer des 19.Jahrhunderts zu sehen bekamen, einsam im Meer aufragt.

Es sei eingestanden: Hierher auswandern wäre auch eine Option gewesen, doch das Gesundheitswesen im Tessin und damit in der Schweiz soll das bessere sein. So kehren wir reumütig in Bälde zurück. Doch hier noch ein letztes Lied:

 

O, Father dear, I often hear you speak of Erin’s Isle,
Her her lofty scenes her valleys green, her mountains rude and wild
You said it is a lovely place wherein a prince might dwell,
Why have you then forsaken her, the reason to me tell?

My son, I loved our native land with energy and pride
Until a blight fell on my crops my and sheep and cattle died,
The rents and taxes were too high, I could not them redeem,
And that’s the cruel reason why I left Old Skibbereen.

It’s well I do remember on a bleak November’s day,
The landlord and the sheriff came to drive us all away;
they set my house on fire with their cursed English spleen
And that’s another reason why I left Old Skibbereen.

Your mother, too, God rest her soul, lay on the snowy ground,
She fainted in her anguish seein’ the desolation round.
She never rose, but passed away from sleep to mortal dream,
And found a quiet grave, my boy, in dear old Skibbereen.

It’s well I do remember the year of forty-eight,
When we arose with Erin’s boys to fight against our fate;
I was hunted through the mountains as a traitor to the Queen,
And that’s another reason that I left Old Skibbereen.

Oh father dear, the day will come when in answer to the call
Each Irishman with feeings stern will answer one and all,
I’ll be the man to lead the van, beneath our flag of green,
And loud and high we’ll raise the cry,» Remember Skibbereen!

 

Heinz Angehrn
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Heinz Angehrn

Heinz Angehrn ist Priester des Bistums St. Gallen und lebt nach 37 Jahren im aktiven kirchlichen Dienst nun als Teilpensionierter im Bleniotal. Seit 2018 ist er Präsident der Redaktionskommission der Schweizerischen Kirchenzeitung, deren Neuauftritt er als St. Galler Vertreter in den letzten Jahren begleitet hat. Seine Hobbies sind Musik, Geschichte und Literatur. Er ist Mitglied der Grünliberalen.

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