Castle Course Lahinch
Castle Course Lahinch

County Clare

05.09.2018 – ein Blogbeitrag von Heinz Angehrn

Auf der Fahrt vom wildkühlen Nordwesten haben wir nun schon die counties Sligo, Mayo (touristisch: Connemara) und Galway durchquert und sind im mittleren Westen angekommen, einer Gegend, in der Irland in der Hochsaison von Horden einbrechender Touristen, ihren Reisebussen und ihrem unvermeidlichen Verhalten (wo gibt es etwas zu essen, wo ist das nächst WC?) geplagt und verunstaltet wird. Doch davon war ja früher die Rede, schauen wir uns deshalb die Grafschaft Clare an.

Eigentlich wäre Clare von den beiden bedeutenden Städten Galway im Norden und Limerick im Süden zur Bedeutungslosigkeit verdammt, wer kennt schon seine Hauptstadt Ennis? Doch mit den Aran Islands, im Gischt des Atlantiks meist gut zu sehen, mit der urtümlichen Mondlandschaft des Burren inklusive den keltischen Kultstätten, den Klippen der Cliffs of Moher, mit dem matchmaker-Städtchen Lisdoonvarna (immer im September nach der Ernte gingen dort die vermögenderen Bauern auf Brautschau) und dem Atlantikdörfchen Doolin als einem der Zentren der irischen Volksmusik gibt es Unzähliges zu erleben (es sei nicht verschwiegen, dass auch der Old Course in Lahinch das Herz höher schlagen lässt).

Clare ist politisch-weltanschaulich weitaus offener als Donegal. Hier gibt es kleine Ortschaften, in denen bei der Abstimmung über die Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen Werte über 60% erreicht wurden. Hier lässt es sich gut leben, gut Fisch essen, gut wandern, gut golfen und natürlich in die Morgen- und Abendstimmung des Meeres hinaus träumen:

 

Oh Danny boy, the pipes, the pipes are calling
From glen to glen, and down the mountain side
The summer’s gone, and all the flowers are dying
‘Tis you, ’tis you must go and I must bide.

But come ye back when summer’s in the meadow
Or when the valley’s hushed and white with snow
‘Tis I’ll be here in sunshine or in shadow
Oh Danny boy, oh Danny boy, I love you so.

And if you come, when all the flowers are dying
And I am dead, as dead I well may be
You’ll come and find the place where I am lying
And kneel and say an «Ave» there for me.

And I shall hear, tho’ soft you tread above me
And all my dreams will warm and sweeter be
If you’ll not fail to tell me that you love me
I’ll simply sleep in peace until you come to me.

I’ll simply sleep in peace until you come to me.

 

 

Heinz Angehrn
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Heinz Angehrn

Heinz Angehrn ist Priester des Bistums St. Gallen und lebt nach 37 Jahren im aktiven kirchlichen Dienst nun als Teilpensionierter im Bleniotal. Seit 2018 ist er Präsident der Redaktionskommission der Schweizerischen Kirchenzeitung, deren Neuauftritt er als St. Galler Vertreter in den letzten Jahren begleitet hat. Seine Hobbies sind Musik, Geschichte und Literatur. Er ist Mitglied der Grünliberalen.

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