Gruppenbild in der Pfarrkirche von Kujbyschew mit der Statue von Bruder Klaus (rechts) und dem Bild des hl. Charbel Makhlouf (links).
Gruppenbild in der Pfarrkirche von Kujbyschew mit der Statue von Bruder Klaus (rechts) und dem Bild des hl. Charbel Makhlouf (links).

Bruder Klaus in Sibirien

17.07.2017 – ein Blogbeitrag von Bruder Klaus und Gefährten

Ein Gastbeitrag von Pfarrer Dietmar Seiffert, Kujbyschew (Westsibirien)

«Mein Name ist Dietmar Seiffert. Ich bin gebürtig aus Süddeutschland und seit 15 Jahren als Pfarrer in der Kleinstadt Kujbyschew in Westsibirien tätig. Mit Bruder Klaus verbindet mich eine lange andauernde Freundschaft. Bereits während meines Theologiestudiums (1981-87) ging ich zum Beten öfters in eine nahegelegene Bruder Klaus Kapelle und ich besuchte den Heiligen auch in seiner Klause im Ranft. Auch später durfte ich seine Hilfe immer wieder erfahren.

Versöhnungswerk notwendig

Im Jahr 2007 besuchte uns der damalige Bruderklausen-Kaplan Josef Banz und überbrachte uns eine Reliquie des grossen Friedensapostels aus der Schweiz. Ganz bestimmt wollte er auch in Russland präsent sein und unsere gegenseitige Freundschaft pflegen. Und kürzlich durften wir auch eine Reliquie des hl. Charbels in Empfang nehmen. Das ist alles eine so wunderbare Fügung, da sehe ich das Wirken der göttlichen Vorsehung dahinter.

Kujbyschew ist ein Ort, in dem in den Zeiten der Stalinistischen Säuberungsaktionen tausende unschuldige Menschen hingerichtet wurden. Sie wurden in Massengräbern verscharrt. Ich bin sicher, dass die beiden Friedensheiligen deswegen hier sind, um diesen Ort durch ihre Gegenwart zu heiligen und den Frieden zu bringen, wo noch viel Sühne nötig ist. Diese Wunden sind noch nicht verheilt. Es braucht Versöhnung unter den Generationen. Deshalb brauchen wir die Friedensapostel bei uns, sie helfen uns immer wieder. Deshalb werde ich für die unschuldigen Opfer 100 heilige Messen lesen in meiner Pfarrei. Wahrscheinlich ist dieser Gedanke schon die erste Frucht der Gegenwart dieser Heiligen.

Am 26. Juni 2017 haben wir die Reliquie des hl. Charbel feierlich eingeführt beim Gottesdienst und ich habe in der Predigt über die Verbindung der beiden Heiligen gesprochen. Anschliessend habe ich jedem die beiden Reliquien aufgelegt und alle mit dem heiligen Öl gesalbt. Es war eine sehr fromme und getragene Atmosphäre zu spüren. Ich bin überzeugt, dass es Wunder der Heilung und Befreiung geben wird.»

Pfarrer Dietmar Seiffert

Hinweise:

Homepage mit Vorstellung des Projekts und einer Bankverbindung für Spenden:

https://se-unteresrottal.drs.de/missionskontakte/pfr-dietmar-seiffert.html

Anschrift von Pfarrer Dietmar Seiffert: seiffert@rambler.ru

Zur spirituellen Allianz von Charbel Makhlouf und Bruder Klaus siehe www.solisu.ch oder Nabih Yammine: Die Friedensmission der heiligen Niklaus von Flüe und Charbel Makhlouf, in: Gröbli (2016), 156–160.

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Der Bruderklausblog wird von einer dreiköpfigen Redaktion in Zusammenarbeit mit dem Katholischen Medienzentrum Zürich getragen. Die Redaktion besteht aus Urban Fink-Wagner, Geschäftsführer der Inländischen Mission, Roland Gröbli, Vorstandsmitglied und Präsident des Wissenschaftlichen Beirats des Trägervereins 600 Jahre Niklaus von Flüe, und Peter Spichtig op, Ko-Leiter des Liturgischen Instituts der deutschsprachigen Schweiz. Als Mitarbeitende konnten zahlreiche Historikerinnen und Historiker, Theologen und Theologinnen sowie weitere Spezialistinnen und Spezialisten aus der Schweiz und dem Ausland gewonnen werden. Diese werden unter dem Link Autorinnen/Autoren näher vorgestellt.

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